Wie verläuft eine Stunde?

Die Alexander Technik ist keine Therapie, sondern ein Lernprozess. Der Unterricht findet im Rahmen von Einzellektionen statt. Der Schüler wird von Anfang an aktiv involviert und ist angehalten, die Technik zwischen den Stunden bewusst zu üben / praktizieren und in den Alltag zu integrieren. Das heisst nicht, dass der Schüler etwas „tun“ soll, oder dass irgendwelche Übungen zu absolvieren wären. Vielmehr geht es um den kontinuierlichen Aufbau einer speziellen Aufmerksamkeit, eines Bewusstseins im Umgang mit sich selber in alltäglichen Situationen. 

Alexander Lektionen sind gänzlich praktisch und finden in bequemen Alltagskleidern im Stehen oder im Liegen auf einem Tisch statt. Ein Alexander-Lehrer arbeitet einerseits mit verbalen Anweisungen und andererseits mittels subtilem fachkundigem Gebrauch seiner Hände. Die Art des Kontakts der Hände eines Alexander-Lehrers ist spezifisch für die Alexander Technik und interagiert mit dem Körper des Schülers auf eine Weise, die es diesem ermöglicht, ungewollte Gewohnheiten loszulassen und dadurch in einen freieren Zustand zu gelangen.   

Um uns das Verständnis der Prinzipien zu vermitteln, auf welchen jegliche körperliche Aktivität basiert, werden wir durch einfache Bewegungsabläufe wie Aufstehen, Absitzen oder Laufen geführt. Zur gleichen Zeit helfen uns die Hände eines Lehrers wahrzunehmen, wie wir z.B. störend durch unnötige Muskelaktivität in das natürliche Funktionieren eingreifen. Dies ermöglicht es uns dann, die gewünschten Änderungen einfacher zu erreichen und die Prinzipien durch kontinuierlichen Fortschritt auch bei komplizierteren Aktivitäten und Bewegungs-Abläufen anzuwenden.

Empfohlene Kleidung:

Lockere Trainingshose / Hose.

Ärmellose Oberteile sind für den Unterricht nicht geeignet.

You can’t do something you don’t know, if you keep on doing what you do know.
— F.M. Alexander

© erich strebel   -   2014